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Boykott: USA will allen Chipherstellern Produkte für Huawei verbieten

Hochrangige Vertreter der US-Regierung wollen die Versorgung von Huawei Technologies mit Chips auch von Herstellern außerhalb der USA einzuschränken. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Quellen berichten, müssten ausländische Unternehmen, die US-Chipherstellungsausrüstung verwenden, eine US-Lizenz erhalten, bevor sie hochentwickelte Produkte an Huawei liefern.

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Da die meisten weltweit verwendeten Chipherstellungsgeräte auf US-Technologie beruhen, würde die Änderung eine massive Ausweitung der Exportkontrollbehörde bedeuten.

Es sei unklar, ob Präsident Donald Trump, der sich vergangenen Monat offenbar gegen den Vorschlag gewehrt habe, die Regeländerung unterzeichnen wird.

Die Entscheidung fiel, als Vertreter verschiedener Ministerien am Mittwoch zusammentrafen und sich darauf einigten, die Foreign Direct Product Rule so zu ändern, nach einige im Ausland hergestellte Waren, die auf US-Technologie oder Software basieren, US-amerikanischen Vorschriften unterliegen.

Alle Chiphersteller nutzen Ausrüstung von ASML aus den Niederlanden und von US-Firmen wie Applied Materials und Lam Research. Dass die USA ausländischen Unternehmen vorschreiben können, was mit ihrem milliardenteuren Maschinenpark passiert, erscheint fraglich. Mark Liu, der Chef von TSMC, sagte zuvor, sein Unternehmen sei bereit, mit allen „neuen Exportkontrollbestimmungen umzugehen“. Mehr als 10 Prozent des Gesamtumsatzes von TSMC, der im vergangenen Jahr 35 Milliarden US-Dollar überstieg, werden nach Schätzungen von Branchenvertretern von der Huawei-Tochter Hisilicon erzielt. TSMC weist den Umsatz nicht nach einzelnen Kunden aus.

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company ist der größte Halbleiter-Auftragsfertiger der Welt. TSMC produziert Chips für AMD, Apple, Huawei, Intel, Nvidia, Qualcomm, Xilinx und andere.

Der neue Vorstoß ist eine Reaktion darauf, dass der Boykott durch das Handelsministerium vom Mai 2019 keine große Wirkung auf Huawei zeigt. Viele US-amerikanische Unternehmen bauen Chips im Ausland, so dass sie nach einer ersten Schockstarre weiterhin an Huawei verkaufen. Gleichzeitig fand Huawei für viele Komponenten alternative Quellen, einschließlich seines eigenen Chip-Entwicklers Hisilicon. Das Unternehmen ist jetzt in der Lage, 5G-Ausrüsung komplett ohne Komponenten aus den USA zu bauen.



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Quelle: Golem.de

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